Nachlese
IX. Kulturpolitischer Salon:
Global - Lokal - Glokal? - Kulturelle Globalisierung und politisches Gestalten
am 15. November 2005.
Hier lesen Sie einen Artikel der Leipziger Volkszeitung zum Salon.
IX. Kulturpolitischer Salon:
Global - Lokal - Glokal? - Kulturelle Globalisierung und politisches Gestalten
am 15. November 2005 um 20 Uhr in der Oper Leipzig.
Über Globalisierung und deren Auswirkungen ist in den letzten Jahren viel diskutiert worden. Neben den politischen und wirtschaftlichen Aspekten sind es immer auch die kulturellen Auswirkungen, die zu verschiedensten Stellungnahmen herausforderten. Die öffentlichen Debatten über "Leitkultur" und "Parallelgesellschaften" sind hier ebenso zu nennen wie kulturtheoretische Entwürfe, die sich um Konzepte wie "Hybridität" oder "Postkolonialismus" ranken. Der 9. Kulturpolitische Salon diskutiert, welche konkreten kulturpolitischen Konsequenzen aus diesen Entwicklungen folgen. Gefragt sind einerseits Konzepte, die sich auf den konkreten Alltag in Städten und Regionen beziehen, aber auch Formen transnationaler Kommunikation, die in der Lage sind, einen gemeinsamen Diskussions- und Verständigungsrahmen zu schaffen.
Dem liegt die Annahme zugrunde, dass es insbesondere den Medien, der Kunst und Kultur obliegt, die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und den reflexiven Umgang mit verschiedenartigen Lebensvorstellungen zu ermöglichen. Denn durch die Entwicklung der Moderne und die Begegnung der Kulturen im Zuge der Globalisierung drängen Themen in den Vordergrund, die mit Fragen der Lebensgestaltung, Wert- und Moralfragen, religiösen Auseinandersetzungen und kulturellen Unterschieden zu tun haben. Letztlich handelt es sich dabei um die Politisierung des Kulturellen. Dies verlangt kulturpolitische Konzepte von einer neuen Qualität.
Kritisch gilt es in dieser Diskussion zu fragen, ob die bisherige Aufteilung der Kulturpolitik in Innen- und Außenpolitik noch sinnvoll ist. Wie weit reichen die Kompetenzen von Kulturpolitik angesichts der umfassenden Herausforderungen durch die Globalisierung überhaupt bzw. wo finden sie ihre Grenze?
Das Podium wird besetzt sein mit:
- Dorothea Kolland (Kulturamtsleiterin, Berlin-Neukölln)
- Thierry Chervel (Perlentaucher, Berlin)
- Peter Koslowski (Department of Philosophy, Amsterdam)
- Caroline Y. Robertson-von Trotha (Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft, Karlsruhe)
Moderation: Matthias Middell (Zentrum für Höhere Studien, Leipzig)
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unsere Sitzplätze begrenzt sind und bei großem Andrang nicht alle Interessierten eingelassen werden können.
Der Einlass beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei.